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Fitnessbike

Die Entwicklung unserer Gesellschaft in den letzten 20 bis 30 Jahren schlägt manchmal merkwürdige Haken. Während die Menschen zum einen immer unsportlicher und dabei dicker werden, setzte insbesondere in den neunziger Jahren ein wahrer Fitnessboom in Deutschland ein, in dessen Zuge unzählige neue Fitnessstudios wie Pilze aus dem Boden sprießten und auch Fitnessgeräte für zuhause und für den Outdoorbereich immer populärer wurden.

In diesem Zuge wurden auch die ersten Fitnessfahrräder - auf Englisch Fitnessbikes - entwickelt. Es handelt sich dabei quasi um ein Fitnessstudio für unterwegs, das extra dafür konzipiert ist, den körper- und gesundheitsbewussten Bevölkerungsteil im Alter von circa 25 bis 45 Jahren anzusprechen. Wobei man anmerken muss, dass das Fitnessrad von der Fahrradindustrie auch dafür entwickelt wurde, anderen Fitnesssportarten wie beispielsweise Jogging, Inlineskating etc. einige Teilnehmer abzujagen.

Wie sieht ein Fitnessrad nun genau aus? Aus der Nähe betrachtet könnte man zunächst annehmen, es handele sich dabei um ein normales Rennrad. Allerdings ist der Rahmen in vielen Fällen etwas kleiner gehalten, dafür fehlt der für ein Rennrad so typische geschwungene Lenker. Die Reifen wiederum sowie auch der Sattel erinnern wieder an ein reinrassiges Rennrad. Um den Rollwiderstand und das Gewicht des Fahrrades möglichst gering zu halten, werden extrem schmale Felgen und Reifen verbaut. Der Sattel ist meist ebenso schmal und karg gepolstert, so dass ein Fitnessbike kaum für längere Touren taugt. Eindeutiges Ziel ist hierbei nicht die Bequemlichkeit, sondern eine sportliche Fortbewegung, hauptsächlich auf asphaltierten Straßen.

Die üblichen Anbauteile für straßentaugliche Fahrräder wie Gepäckträger, Schutzbleche, Lichtanlage etc. fehlen meist bei Fitnessbikes. Trotzdem werden diese Räder oftmals im öffentlichen Straßenverkehr bewegt, was nicht jedem Polizisten gefallen dürfte. Konzipiert sind sie aber eigentlich für den Einsatz auf asphaltierten Radwegen, Waldwegen und privaten Geländen. Die Schaltung eines Fitnessbikes ähnelt der eines Mountainbikes, so dass hier meist mehr als 21 Gänge für alle Eventualitäten zur Verfügung stehen. Somit eignet sich das Fitnessbike auch für leichtes Gelände und kurze Ausflüge abseits der befestigten Wege.

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