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E-Bikes: Lieferprobleme bremsen den Boom

E-Bikes
E-Bikes: voll im Trend| ©: Georg Hirmer - Pixabay

Die Nachfrage nach E-Bikes ist auf einem absoluten Rekordhoch. Das zeigt beispielsweise die Tatsache, dass nach Angaben des Zweirad-Industrie-Verbandes in der ersten Jahreshälfte 2021 in Deutschland 1,2 Millionen Exemplare verkauft, was einem Plus von 9,1 Prozent entspricht. Das dürfte wohl auch der Grund dafür sein, dass die Hersteller alljährlich eine Vielzahl an neuen Modellen und Typen auf den Markt bringt. Dazu gehört etwa das Cargo-Bike, das sich auf Kurzstrecken und im Stadtverkehr als echte Alternative anbietet. Diese eigentlich gute Nachricht wird aber von einer dunklen Wolke überschattet: Die Lieferzeiten werden nämlich immer länger und länger, weil es an notwendigen Bauteilen von Rahmen bis hin zu Mikrochips fehlt.

Warum die Kunden warten müssen

Der Verband des Deutschen Zweiradhandels hat beobachtet, dass einzelne neue Modelle teilweise nur mit einer Verspätung von mehreren Monaten ausgeliefert werden können. Die Branche geht davon aus, dass diese Lieferengpässe wohl noch länger andauern und dass die Preise für E-Bikes wohl steigen dürften. Dass es überhaupt zu Lieferengpässen gekommen ist, liegt an der Coronapandemie. Denn dadurch sei es bei Produzenten in Asien zu Ausfällen gekommen, die bislang noch nicht wieder aufgeholt werden konnten. Deshalb sind jetzt bei E-Bikes mechanische Komponenten wie Bremsen oder Rahmen knapp. Aber auch ein Mangel an elektronischen Komponenten, die etwa für die Steuerung des Motors benötigt werden, sind knapp und hier ist es außerdem unmöglich, die Kapazitäten kurzfristig auszubauen.

Warum Kunden für E-Bikes tiefer in die Taschen greifen müssen

Die Lage bei Rohstoffen wie Stahl oder Aluminium ist ohnehin angespannt, was naturgemäß höhere Preise zur Folge hat. Auch die Knappheit bei den einzelnen Komponenten sorgt für steigende Preise. Und zu guter Letzt gibt es noch einen weiteren Faktor, der sich massiv auf den Preis für E-Bikes auswirkt: Die Preise bei Schiffscontainern, mit welchen die Produkte aus Fernost nach Europa geliefert werden, haben sich teilweise verzehnfacht. Die Zweirad-Experten gehen davon aus, dass dieser Trend weiter anhalten wird und die Endkunden mit höheren Preisen von bis zu 25 Prozent rechnen müssen.

Darum ist mit einem Ende des E-Bike-Booms nicht zu rechnen

Es gibt außerdem zwei Faktoren, die das Geschäft mit E-Bikes zusätzlich befeuern. Dazu gehört das Dienstrad-Leasing, das allein etwa 20 Prozent des Umsatzes mit E-Bikes ausmacht. Und auch die Nachfrage nach Lastenrädern, sogenannten Cargo-Bikes mit Elektroantrieb ist massiv gestiegen. Letztere bieten sich gerade auf Kurzstrecken als Alternative zum Auto an.

Trotz Engpass ein E-Bike finden

Trotz der Lieferengpässe stehen die Chancen aber nicht schlecht, an eines der begehrten E-Bikes zu kommen. Zumindest, wenn der Interessent nicht auf ein bestimmtes Modell fixiert ist, auch im Netz nach Angeboten sucht und bereit ist, Kompromisse einzugehen.

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